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    KRAFT AUS DEN BERGEN: FRAUEN ERÖFFNEN FRAUEN DEN WEG IN DIE NATUR – UND DARÜBER HINAUS

    Team Gore
    Team Gore

    Die Glasgower Frauengruppe Bonnie Boots bietet Frauen mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund Zugang zur Natur und unterstützt sie dabei mit mehr als Landkarten und Snacks.

    Anfang März ist ein gewagter Termin für eine Wanderung im Trossachs National Park. Wo stille, tiefblaue Seen sich an schneebedeckte Berge schmiegen, werden wir in den nächsten sieben Stunden bei unserer Wanderung mit Bonnie Boots an der Schwelle zum Frühling den ganzen Reichtum der schottischen Natur erleben.

     

    Zusammen mit der Glasgower Frauengruppe, die Frauen mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund kulturell geschützte Räume in der Natur bietet, wollen wir an diesem (wie sich herausstellt sonnigen und windstillen) Tag wandern, unsere GORE-TEX Produkte testen und das Abenteuer Natur erleben. Die meisten Teilnehmerinnen sind zum ersten Mal in den Bergen. Der Tag ist für alle eine Gelegenheit, nicht nur etwas über wasserdichte, winddichte und atmungsaktive GORE-TEX Bekleidung zu erfahren, sondern vor allem auch das nötige Wissen an die Hand zu bekommen, um auch nach diesem gemeinsamen Tag immer wieder Kraft aus der Natur schöpfen zu können. 

    Je länger wir unterwegs sind, desto deutlicher wird, dass es Bonnie Boots bei unserem gemeinsamen Tag nicht nur darum geht, Ausrüstung und Wissen bereitzustellen und ein gemeinsames Abenteuer zu erleben. Es geht um mehr. Viel mehr.

    Bonnie Boots Koordinatorin Afshan Saleem erklärt es uns. 

     

    Das war nie mein Plan. Eine Stelle bei einer Organisation wie Bonnie Boots war eigentlich nicht, was ich gesucht habe. Aber weil ich auf meiner früheren Arbeit als Therapeutin im Bereich Frauenförderung, mentale Gesundheit und therapeutisches Coaching aufbauen wollte, war mir schnell klar, dass dieser Job genau zu mir und meinen Wertvorstellungen passt.

    Bonnie Boots ist eine Organisation, die den Unterschied machen möchte. Wir schaffen geschützte Räume für Frauen, indem wir Wanderungen in den Bergen, Fitnesskurse und Rückzugsorte anbieten, die kulturell sensibel auf ihre Bedürfnisse eingehen und eine inklusive Erfahrung ermöglichen.

    Wie schaffen wir es, dass mehr Frauen mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund daran teilnehmen? Das ist die zentrale Frage, die uns antreibt. Nehmen wir einen unserer aktuellen Badminton-Kurse für Frauen. Als muslimische Frauen tragen wir Kopftücher, die wir in Gegenwart von Männern nicht abnehmen können. Indem wir einen kulturell sensiblen Raum für Frauen schaffen, können wir selbstbewusst daran teilnehmen, weil wir uns wohler fühlen. 

    Das klingt so einfach. Aber es ist so entscheidend. Diese geschützten Räume lösen so viel mehr Probleme, als vielen bewusst ist. 

     

    Menschen asiatischer Herkunft erkranken besonders oft an Diabetes oder leiden an einer Herzerkrankung. Wir geben den Frauen die Möglichkeit, sich besser um ihren Körper zu kümmern.

    Wir helfen ihnen auch, sich stärker zu fühlen. Wenn du dich an einem Ort mental sehr gut fühlst, dann kannst du besser mit deinen Problemen zu Hause umgehen und bist besser für die Herausforderungen des Alltags gewappnet. 

    Das hat einen unglaublichen Dominoeffekt. Wir helfen nicht nur der Frau, die zu Bonnie Boots kommt. Wir befähigen sie, ein gesünderes Umfeld für ihre Familie zu schaffen, in dem sie ihren Kindern eine bessere Mutter sein und ihre Beziehung zu ihrem Mann stärken kann. Alle, mit denen sie zu tun hat, profitieren davon. 

    Frauen verstehen Frauen. Wir bei Bonnie Boots haben denselben ethnischen Hintergrund und verstehen deshalb den Druck, den Stress und die Schwierigkeiten, mit denen all diese Frauen konfrontiert sind. Und wir sind empathisch und können uns in ihre Lage versetzen. Unterstützungsangebote von Menschen aus der eigenen Community sind von immensem Wert, weshalb es mir ein großes Anliegen ist, solche Räume zu schaffen. 

    Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals nach dem 11. September mit dem Fahrrad unterwegs war. Man hat mich auf offener Straße angeschrien. Es waren furchtbar hässliche Beschimpfungen, nur weil ich ein Kopftuch getragen habe. Eine Gruppe weißer Jungs ist mir nach und hat mich vom Rad gezogen. Die fanden das lustig. Ich hatte Angst. Ich war eine erwachsene Frau und hatte schreckliche Angst. Ich war schutzlos. Ich fühlte mich von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ich konnte nicht mehr nach draußen gehen, ohne mich bedroht zu fühlen.   

     

    Wir kämpfen. Wir reißen Barrieren ein, weil sie immer noch existieren. Es gibt nach wie vor Hindernisse und hohe Mauern. Und man braucht starke Menschen, die sich der Herausforderung stellen und sie einreißen. 

    Wenn du draußen in der Natur bist, geht deine Seele eine Verbindung mit der Natur ein. Du spürst Wertschätzung und bist dankbar für die Natur um dich herum, du atmest freier. Ob man nun an einen Gott glaubt oder nicht, es ist eine spirituelle Erfahrung.

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